Diagnostik und Therapie leichter und ausgeprägter aphasischer Störungen - SEM 315

Referent: Holger Grötzbach
Zeit: 18./19.06.2020, Freitag 09-17 Uhr, Samstag 09-17 Uhr
Ort: Palais am Stadtkanal, Am Kanal 16-18, 14467 Potsdam
270 Euro / 18 Fortbildungspunkte

Seminarnummer:
SEM 315

Am ersten Tag der Fortbildung wird es um die Diagnostik und Therapie der leichten aphasischen Störungen gehen, die therapeutisch zwei Herausforderungen darstellen: Zum einen erwarten die Betroffenen, dass ihre Störungen schnell und effektiv beseitigt werden. Zum anderen spiegelt sich die Dramatik der sprachlichen Symptome weniger in objektiven Befunden, als vielmehr in der subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen wider. So wird nicht selten über Wortfindungsstörungen geklagt, die sich entweder gar nicht oder nur marginal nachweisen lassen.
Die Fortbildung hat das Ziel, beiden Herausforderungen zu begegnen. Dazu werden diagnostische und therapeutische Möglichkeiten vorgestellt, die auf der kontext-sensitiven Aphasietherapie beruhen. In ihr geht es vor allem darum, Aufgaben zu wählen, die sich an den Interessen der Betroffenen orientieren, und von Anfang an auf einen Transfer der geübten Leistungen in den Alltag zu achten. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass Aufgaben als Ganzes trainiert werden, das repetiert wird, ohne zu wiederholen und dass die sprachliche Umstellungsfähigkeit in den Therapiefokus gerückt wird. Diese Prinzipien werden durch ein hohes sprachliches Anforderungsniveau ergänzt, das jeweils knapp über der Leistungsgrenze eines Betroffenen liegen sollte.

Ausgeprägte aphasische Störungen, wie z.B. recurring utterances, Sprachautomatismen oder eine Logorrhö, werden am zweiten Tag der Fortbildung vorgestellt. Betroffene, die unter diesen Symptomen leiden, können sich nur selten aktiv am therapeutischen Zielsetzungsprozess beteiligen. Außerdem gelingt es häufig nicht, einen stabilen (sprachlichen) Kontakt zu ihnen herzustellen. Letztlich sind die kognitiven Fähigkeiten in der Regel ebenfalls stark reduziert. Um dennoch sprachliche Fortschritte zu erreichen, ist Kreativität gefragt, indem unterschiedliche therapeutische Ansätze miteinander kombiniert werden.
Zu den therapeutischen Ansätzen, die in dem Seminar vorgestellt werden, gehören Methoden zur Hemmung automatisierter sprachlicher Elemente, der Aufbau eines konzeptuellen Wissens zur Förderung des Sprachverständnisses, der Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln sowie gruppentherapeutische Angebote. Diese Ansätze werden partizipativ erarbeiteten Therapiezielen untergeordnet, bei denen die Teilhabe und die (sprachlichen) Aktivitäten im Vordergrund stehen.

Holger Grötzbach studierte Linguistik, Psychologie und Philosophie in Bonn und Berlin mit den Schwerpunkten Sprach-, Sprech- und Stimm- und Schluckstörungen. Im Anschluss an das Studium arbeitete er drei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen/Holland.
Danach Wechsel in die Asklepios Klinik Schaufling, zunächst als stellvertretender Leiter und seit über 20 Jahren als Leiter der Abteilung Sprachtherapie. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die Diagnose und Therapie neurologisch bedingter Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, die Umsetzung der ICF in klinische Routinen sowie evidenzbasiertes (sprach)-therapeutisches Arbeiten.
Holger Grötzbach ist Dozent an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsfachschulen für Logopädie. Er betreut sowohl Bachelor- als auch Master-Arbeiten und hält regelmäßig Vorträge auf wissenschaftlichen Kongressen. Nebenberuflich gibt er Fortbildungen im In- und Ausland. Seine Publikationsliste umfasst fünf Bücher sowie eine Reihe von Veröffentlichungen über evidenzbasiertes Arbeiten, die ICF und die Neurorehabilitation.
Im Preis enthalten sind: Tagungsgetränke, Kaffeepausen, kaltes Buffet, umfangreiches Skript

270,– Euro / 18 Fortbildungspunkte

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